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Damit der Reißverschluss nicht klemmt: So fädeln Sie sich richtig ein

Immer schön abwechseln beim Einordnen, dann fließt der Verkehr trotz Engpass flüssig weiter: Das ist die Idee hinter dem Reißverschlussverfahren. In der Praxis gibt es jedoch trotz dieser Regelung fast immer einen Stau, wenn auf einer mehrspurigen Straße zwei Fahrstreifen zu einem zusammengeführt werden. Korrektes Verkehrsverhalten und etwas Rücksichtnahme helfen Stillstand zu vermeiden und können Unfälle verhindern.

Wie funktioniert das Reißverschlussverfahren?

Das Reißverschlussverfahren gilt laut § 7 Absatz 4 Straßenverkehrsordnung (StVO) immer dann, wenn auf einer mehrspurigen Straße ein Fahrstreifen endet oder nicht durchgängig befahren werden kann – etwa wegen einer Baustelle oder eines Hindernisses:

  • den „am Weiterfahren gehinderten Fahrzeugen muss der Übergang auf den benachbarten Fahrstreifen“ ermöglicht werden.
  • Die Autofahrer müssen sich in diesem Fall also gegenseitig einfädeln lassen.
  • Das Reißverschlussverfahren kann per Schild angeordnet werden, muss aber nicht.
  • Die Spur sollte beim Reißverschlusssystem erst direkt vor der Verengung gewechselt werden.

Erfolgt der Spurwechsel bereits deutlich vor dem Ende des Fahrstreifens, wird viel Platz verschenkt. Die Folge ist dann ein Stau. Bis zum Hindernis weiterfahren ist also keine Drängelei, sondern korrektes Verhalten gemäß der StVO.
Umgekehrt sollten Autofahrer nicht aus Freundlichkeit mehrere Fahrzeuge hintereinander in ihre Spur einfädeln lassen. Damit wird das Reißverschluss-Prinzip unterbrochen und der Verkehr gerät ebenfalls ins Stocken.

Ist Rechtsüberholen beim Reißverschlussverfahren erlaubt?

Endet die rechte Fahrspur in absehbarer Entfernung, sind auch die Autos auf der linken Fahrspur oft mit verringertem Tempo unterwegs. Für die Fahrer auf der rechten Spur bedeutet das: Sie müssen ebenfalls langsamer fahren. Ansonsten handelt es sich um Rechtsüberholen, das laut § 5 StVO außerorts verboten ist und mit einem Bußgeld von 100 Euro sowie einem Punkt in Flensburg bestraft werden kann.

Kann falsches Verhalten beim Einfädeln bestraft werden?

Auf seiner vermeintlichen Vorfahrt beharren und andere nicht einfädeln lassen oder eine Lücke erzwingen: Beides kann Autofahrern Ärger bringen und birgt zudem ein erhebliches Unfallrisiko:

  • Falsches Verhalten kann mit einem Verwarnungsgeld von 20 Euro bestraft werden.
  • Kommt es durch falsches Verhalten zu einem Unfall, drohen bis zu 100 Euro Strafe.
  • Wird das Lückenblockieren oder –erzwingen als Nötigung angezeigt, handelt es sich um eine Straftat, die mit 30 bis 50 Tagessätzen bestraft wird. Darüber hinaus drohen ein längeres Fahrverbot oder sogar die Entziehung der Fahrerlaubnis.

Wer haftet, wenn beim Einfädeln ein Unfall passiert?

Wer die Fahrspur wechselt, muss besonders gut aufpassen: Das ist die Faustregel beim Reißverschlussverfahren. Weder darf der Wechsel erzwungen werden, noch sollte man sich automatisch darauf verlassen, dass andere Fahrer einen in eine Lücke hineinlassen. Kommt es zu einem Unfall, werden in der Regel die Hauptschuld und damit die Haftung bei demjenigen gesehen, der die Spur wechseln wollte.
Anders sieht es aus, wenn der Fahrer auf der Hauptspur auf seiner vermeintlichen Vorfahrt bestand und dadurch ein Unfall herbeigeführt wurde. In diesem Fall kann es zu einer 50-prozentigen Schuldaufteilung zwischen den Unfallbeteiligten kommen.

Wie kann das Fuhrparkmanagement Fehlern beim Einfädeln vorbeugen?

Mit dem Reißverschlussverfahren sind alle häufig konfrontiert, die beruflich viel mit dem Auto unterwegs sind. Fuhrparkleiter sollten deshalb im Rahmen von Fahrerunterweisungen die Chance nutzen und regelmäßig an korrektes Verhalten beim Einfädeln erinnern. Aber auch mit Rücksicht und Aufmerksamkeit lassen sich Unfälle nicht immer verhindern. Das AFC-Team unterstützt Kundinnen und Kunden im Falle eines Falles mit umfassenden Service.

Die AFC-Experten übernehmen nicht nur die Abwicklung mit der Kfz-Versicherung, sondern kümmern sich auch um eine schnelle Reparatur und gegebenenfalls um einen Ersatzwagen. Für Fuhrparkverantwortliche heißt das: Ein Anruf oder eine Nachricht an AFC und unser Team ist zur Stelle.

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