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Marder am Auto vertreiben: So schützen Sie Ihr Fahrzeug

Kleine Pfotenabdrücke auf der Motorhaube, ein unangenehmer Geruch oder Probleme beim Anlassen des Motors: Das alles können Anzeichen für einen Marderbefall sein. Im Frühjahr und im Herbst sind die Tiere besonders aktiv. Motorräume gehören zu ihren bevorzugten Aufenthaltsplätzen. Dort nagen sie an Kabeln, Schläuchen und Leitungen und verursachen dabei häufig gefährliche Schäden. Die wichtigsten Tipps und Informationen, um Autos vor Marderbissen zu schützen und was Sie im Falle eines Schadens unternehmen sollten.

Welche Schäden verursachen Marder? 

90 Millionen Euro: Das sind laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin die Kosten, die Marderbisse im Jahr 2020 an kaskoversicherten Autos verursacht haben. Insgesamt wurden 217 000 Schäden verzeichnet. Marderbisse waren damit nach Glasbruch und Wildunfällen die dritthäufigste Schadenart der Teilkaskoversicherung. 

Marder beschädigen vor allem sogenannte gummielastische Bauteile. Dazu gehören unter anderem:

  • Zündkabel 
  • Die Schläuche für Kühlwasser- und Scheibenwaschwasser sowie alle weitere Kunststoffschläuche im Motorraum 
  • Stromleitungen  
  • Faltenbälge an Antriebswellen und an der Lenkung 
  • Isoliermaterialien

Welche Folgeschäden können durch Marderbiss entstehen?

Besteht der Verdacht, dass ein Marder zugebissen hat, sollte unbedingt unter die Motorhaube gesehen werden. Marderbisse sind gut an den kleinen dreieckigen Spuren zu erkennen. Häufig finden sich im Motorraum dann auch Tierhaare, es riecht stark nach Fäkalien und oft ist das Isoliermaterial regelrecht zerfetzt.  

Gegebenenfalls sollte das Auto dann nicht mehr gestartet werden. Denn auch wenn das Fahrzeug zunächst noch läuft, ist es eventuell nicht mehr verkehrssicher. Darüber hinaus können angebissene Kabel und Schläuche teure Folgeschäden verursachen: 

  • Unrunder Motorlauf durch beschädigte Zündkabel: Unverbrannter Kraftstoff kann den Katalysator schädigen. 
  • Von Bissen durchlöcherte Gummimanschetten: Durch das Eindringen von Schmutz und Wasser werden auf Dauer Antriebs- und Achsgelenke und eventuell auch Lenkungsteile in Mitleidenschaft gezogen. 
  • Perforierte Kühlmittelschläuche: Kühlflüssigkeit geht verloren – es droht eine Überhitzung des Motors. 

Welcher Marderschutz hilft wirklich? 

Von WC-Steinen über unter der Motorhaube platzierte getragene Kleidungsstücke bis hin zu Anti-Marder-Sprays: Hausmittel, Tipps und Produkte zum Marderschutz gibt es in großer Zahl. Autofahrer sollten aber am besten auf bewährte, professionelle Lösungen setzen. 

Ultraschallgeräte: Diese Geräte zielen mit für Menschen nicht hörbaren Tönen in wechselnder Frequenz auf das empfindliche Gehör des Marders. Der Einbau ist unkompliziert und schnell möglich. 

Elektroschockgeräte: Wie bei einem Weidezaun bekommt der Marder einen elektrischen Schlag, der für ihn zwar nicht gefährlich, aber unangenehm ist. Wichtig bei diesen Geräten mit einer hohen Spannung ist der Einbau durch einen Spezialisten. 

Schutzschläuche: Mit diesen im Auto-Zubehörhandel erhältlichen Schläuchen aus Hartkunststoff können Zündkabel bisssicher ummantelt werden. Auch hier ist ein Einbau durch einen KfZ-Profi ratsam, da die Schläuche so verlegt werden müssen, dass sie keine beweglichen Teile behindern und nicht an heiße Teile anstoßen. 

Motorraumabschottungen: Entsprechende Motorwannen sind als Sonderausstattung und für viele Fahrzeugmodelle auch zum Nachrüsten verfügbar. 

Was tun bei einem Marderbefall? 

Marder markieren Autos als ihr Revier und kehren immer zu „ihren“ Fahrzeugen zurück. Diese Duftmarke zieht aber auch andere Marder an, die ihr Terrain verteidigen wollen. Besonders in der Paarungszeit werden die Tiere dabei sehr aggressiv. Wittern sie einen Konkurrenten, zerstören sie vor Wut alles, was sie im Motorraum erreichen können. Um zu verhindern, dass ihr Auto nach der Reparatur des Marderschadens erneut Ziel einer Attacke wird, sollten Sie sehr gründlich vorgehen: 

  • Lassen Sie eine fachgerechte Motorwäsche durchführen, um alle Duftspuren zu beseitigen. 
  • Reinigen Sie den Standplatz ihres Autos, auch wenn es zum Beispiel auf der Straße und nicht in der Garage oder einem Carport geparkt wird. 

Welche Schäden sind über die Versicherung abgedeckt?

Hat der Marder zugebissen, übernimmt die Teil- oder Vollkaskoversicherung die finanziellen Schäden. Allerdings sind je nach Tarif unter Umständen nur die direkt vom Marder verursachten Schäden abgesichert. Das bedeutet, es wird nur für den Austausch oder die Reparatur der beschädigten Teile gezahlt. Folgeschäden dagegen sind nicht abgedeckt. 

AFC macht es Kundinnen und Kunden auch im Falle eines Marderbisses so einfach wie möglich. Ein Anruf genügt und das Experten-Team von AFC kümmert sich um die Schadensbehebung, wickelt alles Nötige mit der Versicherung ab und organisiert bei Bedarf ein Ersatzfahrzeug. Für das Fuhrparkmanagement ergibt sich daraus eine deutliche Zeit- und Kostenersparnis und zugleich die Sicherheit, dass das betroffene Auto fachgerecht wieder in einen einwandfreien Zustand gebracht wird. 

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